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Neue OZ: Kommentar zu Literatur

Osnabrück (ots) - Prominente haben es begriffen

Lesen ist in, kann eine beglückende Beschäftigung neben dem Internet und der Unterhaltungselektronik sein. Diese Botschaft haben die vielen Vorleser verbreitet. Und mit dem Thema Mensch einen wertvollen Kontrapunkt zur Maschine gesetzt. Denn Vorleser faszinieren, wenn sie mit wohlklingender und vielleicht auch gut artikulierender Sprache Texte vortragen. Ins laute Lesen fließen feinste Gefühlsnuancen ein und reizen besonders Kinder dazu, solches "Sprechtheater" auch zu erlernen.

Umso erfreulicher ist es, dass gerade auch Fußballstars beim Vorlesetag mitmachten. Demonstrieren sie doch: Bücher sind nicht nur etwas für Couch-Potatoes, sondern auch für aktive Sportskanonen. Das breite Spektrum der Prominenten zeigt: Sie alle haben begriffen, wie prägend Vorbilder sein können. Und sie wissen, wie spielend leicht und nebenbei sich beim Lesen die Sprache mit ihrer Rechtschreibung und ihrer Grammatik erlernen lässt. Umso mehr befremden Sparaktionen landauf, landab, die ausgerechnet Bibliotheken abschaffen. Ein Staat muss sich nicht wundern über nachlassende Sprech- und Schreibkompetenz, wenn er den weniger Betuchten den Weg zum Buch abschneidet.

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