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Neue OZ: Kommentar zu Literatur
Buchmesse

Osnabrück (ots) - Nein zur Verdrängung

Die Gastland-Schwerpunkte der Buchmesse dienen in erster Linie den wirtschaftlichen Interessen der Verlagsbranche. Unangenehm deutlich hat das China 2009 gezeigt, indem es in Frankfurt jede politische Diskussion ignorierte. Diesmal soll ein anderer Wind wehen: Argentinien trägt seine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der jüngsten Militärdiktatur bewusst bis auf die Messe. Dass die "Verschwunden"-Fotoausstellung in der Paulskirche letztlich doch nicht vom argentinischen Organisationsteam abgesagt wurde, ist wohl auch ein Signal an die eigenen Landsleute, dass die Verdrängung der Vergangenheit keine Zukunft hat.

Mit diesem Prozess steht das Land nicht allein da, ebenso wenig wie mit den Folgen der ökonomischen Krise. Zumindest die offizielle Ehrengast-Schau präsentiert für Letztere jedoch keine Worte und Bilder - stattdessen Hochglanzfotos von Argentiniens Präsidentin. Ein Grund mehr, lieber die literarischen Stimmen zu entdecken.

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