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Neue OZ: Kommentar zu Theater
Bundespräsident
Feste

Osnabrück (ots) - Hersfeld in Not

Arme Hersfelder! Mit neuem Intendanten und Rekordetat (über fünf Millionen Euro) waren sie in die 60. Saison gegangen. Und nun? Erst kamen statt erwarteter 93 000 Besucher nur 68 000. Dann meldete die Verwaltung ein Defizit von "einigen Hunderttausend Euro". Und jetzt kommt nicht mal mehr der Bundespräsident!

Das alles ist fatal für einen 30 000-Seelen-Ort, dessen Bühnen-Ruhm in sechs stolzen Jahrzehnten zum Wirtschaftsfaktor geworden ist. 30 000 Gäste weniger als erhofft machen sich ja nicht nur im Festival-Etat bemerkbar, sondern auch im Tourismus. Dass der Präsident die Schirmherrschaft ablehnt, erschwert auch noch das Einwerben von Drittmitteln.

Hersfeld bleibt nur die Flucht in den Schildbürger-Humor: In Imagefragen kommt es darauf an, wie man es dreht. Was war das erste Anzeichen von Horst Köhlers Amtsmüdigkeit? Sein plötzlicher Verzicht auf die Hersfelder Schirmherrschaft! Jetzt müsste nur noch Wulff hinschmeißen, schon wären die Festspiele als Orakel so berühmt wie der WM-Tintenfisch.

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