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Neue OZ: Kommentar zum Deutschen Symphonie-Orchester

Osnabrück (ots) - Wunderwaffe gefragt

Tugan Sokhiev, der junge Shootingstar der Szene, soll offenbar künftig am Dirigentenpult des Deutschen Symphonie-Orchesters stehen. Für die Musiker könnte diese Wahl die kreative Aufbruchstimmung bedeuten, die sie dringend brauchen können in dieser nervenaufreibenden Zeit, in der über die künftigen Strukturen des Orchesters diskutiert wird. Die angedachte Fusion des Deutschen Symphonie-Orchesters mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin ist zwar längst wieder vom Tisch. Das eigentliche Problem ist aber geblieben: Der neue Mann am Dirigentenpult wird um die finanzielle Ausstattung und damit um die Qualität des Orchesters ringen müssen. Das heißt, es geht damit auch weiterhin um nichts Geringeres als die Verteidigung des Rufs, eines der Spitzenorchester im Land zu sein. Ein Metzmacher-Nachfolger muss sich also nicht nur als eine musikalische "Dirigentenwunderwaffe" zeigen, sondern auch als eine kulturpolitische.

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