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Neue OZ: Kommentar zu USA
Umwelt

Osnabrück (ots) - Versagen der Behörden

Das Deepwater-Horizon-Desaster ist zum Sinnbild für rücksichtslose Umweltzerstörung geworden. Fast 90 Tage lang strömten Hunderttausende Barrel Öl aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko, als hätte der Mensch in 1500 Meter Tiefe eine Hauptschlagader von Mutter Natur durchschlagen. Jetzt gibt es den ersten Hoffnungsschimmer, dass schweres technisches Gerät die Naturgewalten doch noch bezwingen wird.

Grund zur Euphorie gibt es aber nicht. Dafür haben zu viele verloren: die Fischer und Angestellten der Tourismusbranche entlang der US-Küste am Golf von Mexiko; die britischen Arbeiter und Pensionäre, die ihr Erspartes in BP-Aktien investiert haben. Und die Abertausenden Fische und Vögel, die im Ölschlick verenden. Es wäre jedoch zu einfach, nur den Öl-Konzern für die größte Umweltkatastrophe der Vereinigten Staaten an den Pranger zu stellen. Nun rächt sich bitter, dass es auch die US-Regierung von Obama versäumt hat, das systematische Versagen der Regulierungsbehörden zur Kontrolle der gewinnorientierten Konzerne zu beenden. BP steht wie andere Großunternehmen unter enormem Druck der Anleger. Im Zweifel genießen Profitziele eine höhere Priorität als das Berücksichtigen von Sicherheitsbelangen. Diese Laisser-faire-Politik muss aufhören. Die USA und andere Staaten sind gefordert, Konzerne dazu zu zwingen, Katastrophenfälle einzukalkulieren. Nur so lässt sich das nächste Desaster verhindern.

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