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Neue OZ: Kommentar zu Energie
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Osnabrück (ots) - Auf Samtpfoten

Kaum zu glauben: Zwei Minister von CDU und FDP wollen mit vereinten Kräften das Problem Gasspeicher zusammenschrumpfen, an dem sich schon die Vorgängerregierung verhoben hat. Neuer Geist in der Streitkoalition? Funktioniert der Plan, kommt die unterirdische Entsorgung des Klimakillers Kohlendioxid nun doch, allerdings nur in Form weniger Pilotanlagen. Und um die Widerstände der Länder klein zu halten, lässt das erforderliche Bundesgesetz ausdrücklich nur die Erprobung der umstrittenen Technologie CCS zu. Dazu entfällt die 550 Kilometer lange Pipeline durch Deutschland, durch die das giftige CO2 aus Kohlekraftwerken ursprünglich abtransportiert werden sollte.

Die Koalitionäre sind aus Schaden klug geworden: Bauern im Norden wie Grundbesitzer in Bayern waren vor einem Jahr gegen CCS auf die Barrikaden gestiegen. Mit der neuen Samtpfoten-Strategie hofft Schwarz-Gelb beim neuen Anlauf auf doppelten Effekt: Proteste verhindern und die Energieversorger zufriedenstellen. Die brauchen Gaslager dringend, damit Kohleverstromung halbwegs sauber weitergehen kann.

Allerdings: Wer will schon CO2-Speicher unter Acker oder Garten? Zweifel von Umweltschützern, dass die als Lager ausgeguckten Kavernen dicht sind, haben Misstrauen geweckt. Das lässt sich kaum mit Prämien ausräumen. Überzeugungsarbeit ist hier gefragt.

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