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Neue OZ: Kommentar zu Kunst als Kulisse

Osnabrück (ots) - Im Zweifel geht sogar Currywurst

Alles erlaubt - außer Currywurst! Das ist die Devise des Generaldirektors der Dresdner Kunstsammlungen Martin Roth, wenn es um private Veranstaltungen in Museen geht. Warum eigentlich? Die Kunst wird auch mit Würsten fertig. Es ist ja überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn Kultureinrichtungen sich als Kulisse für die oberen Zehntausend hergeben. Repräsentationslust war immer Geldquelle der Künste. Natürlich dürfen das auch die Museen ausnutzen.

Entscheidend ist dabei nicht, ob die Speisefolge der weihevollen Aura des Hauses gerecht wird. Und ob die Schickeria sich nun für die Werke interessiert oder doch bloß für sich selbst - wen kümmert's! Das Einzige, was zählt: Auch wer sich ein Museum mietet, darf die Nase nicht näher an die alten Meister halten, als das auch alltags möglich wäre. Solange die konservatorischen Spielregeln eingehalten werden, übersteht die hohe Kunst auch Bier- und Champagnertrinker.

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