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Neue OZ: Kommentar zu Familie
Kinder

Osnabrück (ots) - Alarm im Gleichklang

Zwei Untersuchungen schlagen im Gleichklang Alarm: Der von Ministerin Schröder vorgelegte Familienreport sowie die Studie des Sozialwissenschaftlers Hurrelmann belegen, dass Kinder von immer mehr Alleinerziehenden benachteiligt werden und einer düsteren Zukunft entgegensehen. Der seit vielen Jahren schon ertönende Ruf nach einer von der Herkunft der Eltern unabhängigen Chancengleichheit ist zwar verständlich. Diese aber wird in einer Welt, in der Bildung Geld kostet, leider nur eine Utopie bleiben.

Umso wichtiger ist es, dass nicht nur Bund, Länder und Gemeinden, sondern auch Arbeitgeber für ein familien- und kinderfreundlicheres Umfeld sorgen. Denn es ist schockierend, wenn - wie nun festgestellt - viele Jungen und Mädchen bereits vor ihrer Einschulung die Hoffnung auf eine rosige Zukunft aufgegeben haben. Wenn schon Sechsjährige wissen, dass sie nie auf der Gewinnerseite stehen werden.

Hilfe für kommende Jahrgänge verspricht der ab 2013 geplante Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. So erhalten Kinder eine Frühförderung, die so manches Elternhaus nicht leisten kann. Vor diesem Hintergrund wäre es sogar segensreich, wenn wegen der knappen Haushaltslage das in dieser Hinsicht kontraproduktive Betreuungsgeld gekippt würde.

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