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Neue OZ: Kommentar zu EU
Soziales
Renten

Osnabrück (ots) - Ohne Alternative

Rente mit 70? Was die EU-Kommission rät, birgt Sprengstoff. Schließlich zählen Anhebungen des Renteneintrittsalters und die damit oft verbundenen Kürzungen zu den unpopulärsten Maßnahmen für alle Regierungen der EU. Doch angesichts des demografischen Wandels gibt es dazu langfristig keine Alternative. Sinkende Geburtenraten, steigende Lebenserwartung und leere Kassen erzwingen Konsequenzen.

Schon heute sind die Rentensysteme in vielen Ländern strukturell überschuldet. Auch Frankreich wird es sich nicht länger leisten können, seine Beschäftigten im Schnitt mit 58 Jahren in den Ruhestand zu schicken. Zumal 2060 die Rentner die Mehrheit der Bevölkerung in Europa stellen werden.

Deutschland gibt mit der sukzessiven Einführung der Rente mit 67 anderen EU-Staaten ein Vorbild ab. Vor der Pleite stehende Nationen wie die Griechen müssen diesem Beispiel zügig folgen. Schluss machen nach 35 Arbeitsjahren ist ein kleiner Luxus, den Athen über Schulden finanziert, für die jetzt Deutschland zu einem großen Teil bürgen muss.

Es darf aber nicht sein, dass Arbeitnehmer und Rentner hierzulande Einbußen hinnehmen müssen, damit andere frühzeitig den Ruhestand genießen können.

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