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Neue OZ: Kommentar zu NRW
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Osnabrück (ots) - Gesicht gewahrt, Ambitionen gerettet

Respekt. Fünf Stunden reichten aus. Dann zog in Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft die Reißleine und beendete den rot-rot-grünen Eiertanz um die Macht im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland. Die SPD-Landesvorsitzende vollzog damit den fälligen Schritt.

Sie wahrte gleichzeitig ihr Gesicht und ihre politischen Ambitionen. Schwer verständlich, warum Kraft überhaupt Verhandlungen mit der Linkspartei geführt hat, die von ihr immer als nicht regierungs- und koalitionsfähig eingestuft wurde. Allein durch die Sondierungsgespräche verhalfen SPD und Grüne der Linkspartei an Rhein und Ruhr zum parlamentarischen Ritterschlag. Das wertet in NRW eine Partei auf, die inhaltlich und personell im Gegensatz zu anderen linken Landesverbänden das Bürgerschreck-Image zu Recht trägt. Ein Etikett, das übrigens auch den Grünen vor ihrem Einzug in bundesdeutsche Parlamente anhaftete. Für NRW ist noch nichts gewonnen. Jetzt steht als Option die Große Koalition im Raum. CDU-Wahlverlierer Jürgen Rüttgers trifft auf die gefühlte Wahlsiegerin Hannelore Kraft. Das wird spannend.

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