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Neue OZ: Kommentar zu USA
Anschlag

Osnabrück (ots) - Höchste Wachsamkeit

Bei Umsetzung von Anschlagsplänen oder für Propagandazwecke stellen sie für Terrorgruppen einen besonderen Wert dar: fanatisierte Konvertiten aus dem Westen oder radikale Islamisten mit amerikanischen oder europäischen Pässen - sie bereiten den Sicherheitsbehörden besonders große Sorgen.

Der nun etwa in Pakistan getötete Saarländer Eric Breininger warb in zahlreichen Videos für den "deutschen Dschihad". Und der jetzt wegen des versuchten Anschlags im Herzen New Yorks festgenommene Faisal Shahzad konnte dank seiner amerikanischen Staatsangehörigkeit relativ leicht zwischen den USA und Pakistan hin- und herpendeln, ohne einen Verdacht zu erwecken. Hätte die Bombe am New Yorker Time Square ein Blutbad angerichtet, wäre US-Präsident Obama innenpolitisch stark unter Druck geraten. Der Anschlagsversuch sei eine "weitere ernüchternde Erinnerung daran, in welchen Zeiten wir leben", sagte Obama gestern. Er weiß: Die Gefahr ist nicht gebannt, sondern permanent akut.

Die Drohungen der Taliban sollten daher nicht als Propaganda abgetan werden. Die Fanatiker wurden vor dem 11. September 2001 sträflich unterschätzt. Und auch jetzt scheint es besonders in Europa wieder die Tendenz zugeben, die Bedrohung zu verharmlosen. Dabei ist höchste Wachsamkeit geboten, vor allem von den Sicherheitsbehörden.

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