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Neue OZ: Kommentar zu Parteien
FDP
Parteitag

Osnabrück (ots) - Ein Chef auf Abruf?

Nach der erfolgreichen Bundestagswahl haben sich die Freien Demokraten aufgeführt wie Kraftprotze, denen die Prozente zu Kopf gestiegen sind. Jetzt kaum kaschierter Katzenjammer und Nervenflattern vor dem Nordrhein-Westfalen-Test. Die Blau-Gelben ziehen auf ihrem Kölner Parteitag zwar trotzig ihre Steuernummer durch. Doch welcher Wähler glaubt an 16-Milliarden-Euro-Entlastungen, wenn der CDU-Finanzminister für die bankrotten Griechen acht Milliarden Euro lockermachen muss?

Parteichef Guido Westerwelle ließ andere gegen Wolfgang Schäuble giften, er gab gestern mal den Staatsmann, mal den Oberlehrer. Keine Siegesposen, dafür Durchhalteparolen: Denn klappt es bei der NRW-Wahl nicht, ist der Außenminister ein Parteichef auf Abruf.

Zu "Mister FDP", der alles dominiert, gibt es Alternativen. Mitreißend und klug war der Auftritt des neuen Generalsekretärs Christian Lindner - ein 31-Jähriger, der in freier Rede den verunsicherten Liberalen die Welt neu erklärt. Stark auch der 38-jährige Niedersachse Philipp Rösler, der den Freidemokraten Seele einhaucht. Er muss jedoch erst als Gesundheitsminister bestehen - was Wasserballett im Haifischbecken gleicht, aber ungeheuer stählt.

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