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Neue OZ: Kommentar zu Olympia
IOC
Samaranch

Osnabrück (ots) - Prägende Persönlichkeit

Der Olymp trägt Schwarz: Juan Antonio Samaranch ist hoch betagt gestorben - er geht als eine der prägenden Persönlichkeiten in die Geschichte des Geschehens im Zeichen der fünf Ringe ein. Für die olympische Bewegung war Samaranch der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Der charismatische Katalane hat die Spiele reanimiert und reformiert - mit welchen Mitteln auch immer.

Ob er ein Revolutionär war, als der er in einigen Nachrufen gepriesen wird, sei dahingestellt: In jedem Fall war er ein zupackender Realist, der den Sport schnell von der olympischen Lebenslüge befreite, wonach Politik und Geld dort nichts verloren hätten.

Samaranch hat seine Vergangenheit auf hohen Posten während der Franco-Diktatur nicht wirklich geschadet. Im diplomatischen Dienst des demokratisch geläuterten Spaniens spannte er sein internationales Netzwerk. Als einer der ersten Global Player des internationalen Sports etablierte er Olympia als Milliarden abwerfendes Label - als er 1980 begann, waren die Spiele ein Sanierungsfall. Bei allem Glanz, der durch Geld und Gold verbreitet wurde, hat Samaranch den Kampf gegen Korruption und Betrug nicht gewinnen können. Aber das gelingt auch seinem Nachfolger nicht.

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