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Neue OZ: Kommentar zu Grüne
Manifest

Osnabrück (ots) - Jetzt sind die Männer dran

Wenn Frauen nicht mehr am Herd stehen und die Kinder erziehen, müssen die Männer ran: Auf den ersten Blick wirkt das Manifest der Grünen komisch. Auf den zweiten nicht: Es reißt ein ernstes und wichtiges Thema an.

Jahrzehntelang hat das weibliche Geschlecht für seine Gleichberechtigung gekämpft. Frauen, die Karriere machen, anstatt sich um Kind und Heim zu kümmern, sind heute keine Seltenheit mehr. Das System funktioniert jedoch nur dann, wenn auch die männlichen Parts der Beziehung mitziehen: Wenn die Frau zum Hauptverdiener wird, muss das "starke Geschlecht" im Gegenzug gegebenenfalls die Kinder versorgen, den Staubsauger schwingen und zum Putzlappen greifen - und sollte sich dadurch nicht in seiner Männlichkeit gefährdet sehen.

Von diesem Zustand sind viele Paare jedoch weit entfernt. Nicht wenige Männer sehen ihre Rolle bedroht, wollen nicht als "Softie" gelten. Einmal mehr wird das dadurch deutlich, dass immer noch Männer in klassischen Frauenberufen - etwa unter Erziehern oder in der Krankenpflege - fehlen.

So setzen sie ihre Frauen noch zusätzlich unter Druck: weil diese neben dem Job auch noch den Haushalt schmeißen müssen. Viele Frauen haben ihre Stärke längst bewiesen, indem sie in klassischen Männersegmenten punkten. Es ist Zeit, dass auch die Männer diese Stärke zeigen.

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