Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Verkehr
Verkehrsschilder
Ramsauer

Osnabrück (ots) - Peinlichkeit erspart Ob der Arbeiter auf dem alten Baustellenschild zum Schutz vor Wind und Wetter eine Kappe auf dem Kopf hat oder nicht, hätte wohl kaum ein Autofahrer sagen können. Und bisher hat sich auch keiner daran gestört, wenn der junge Bauwerker auf dem neuen Schild ohne Kopfbedeckung vor der Baustelle warnt. Aber seit September galt das alte Schild rein rechtlich einfach nicht mehr. Wie es dazu kam, ist jetzt müßig zu diskutieren. War es der Übereifer Berliner Bürokraten oder schlicht Schusseligkeit, als die Gültigkeit der alten Schilder gestrichen wurde? Egal: Verkehrsminister Peter Ramsauer trat gerade noch rechtzeitig auf die Bremse, um der neuen Koalition eine weitere Peinlichkeit zu ersparen. Leider ist wegen dieser neuen Verordnung schon zu viel Geld unnütz ausgegeben worden. Nach Schätzungen des Städte- und Gemeindebundes haben die klammen Kommunen dienstbeflissen bereits bis zu 300 Millionen Euro für den Schildertausch verplempert. Eine ungeheure Summe, die man sich am besten gar nicht erst bewusst machen sollte. Autofahrer, die nach Knöllchen wegen Verfehlungen unter ungültigen Schildern Einspruch eingelegt haben, müssen weiter mit Bestrafung rechnen. Dass ihre Widersprüche ad acta gelegt werden, wie vom ADAC gefordert, bleibt zu wünschen. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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