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Neue OZ: Kommentar zu USA
Toyota

    Osnabrück (ots) - Weltweites Problem

    Eines ist klar: Wenn Toyota in den USA die Strafe zahlt, nimmt der weltweit größte Autobauer die 16,4 Millionen Dollar dafür aus der Portokasse.

    Was für die Japaner weit schlimmer ist: die Tatsache, dass mit der Schuldzuweisung durch den Verkehrsminister reichlich Wasser auf die Mühlen der Anwälte gegossen wird, die millionenschwere Ansprüche von Unfallopfern und ihren Hinterbliebenen durchfechten wollen. Denn in den USA werden Verkehrsunfälle, bei denen 52 Menschen in einem Toyota starben, auf die Probleme mit Bauteilen in den Autos zurückgeführt. Und das ist bitter, auch wenn die Japaner höchstrichterlich noch kein Schuldspruch erreicht hat.

    Außerdem ist der Imageschaden für den Konzern, dessen Produkte lange Jahre bei Qualitätstests oben standen, schon jetzt nicht mehr zu überblicken. Fast überall gibt es Minuszahlen bei den Neuzulassungen. In Deutschland brach der Toyota-Absatz im März um 55 Prozent ein, auf dem Gebrauchtwagenmarkt gibt es erste Anzeichen für einen überdurchschnittlichen Preisverfall.

    Was bleibt den Japanern zu tun? Sie müssen die Vergangenheit aufarbeiten, aus Fehlern lernen und offener mit Problemen umgehen. Sonst wird der Absturz beim Absatz länger andauern - mit weltweiten Auswirkungen auf Arbeitsplätze in Fabriken, Handel und Werkstätten.

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