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Neue OZ: Kommentar zu Ruhr 2010

    Osnabrück (ots) - Lob des Publikums

    Als lange Schlangen draußen im Regen auf den Einlass ins Essener Schauspielhaus warteten, regte sich die bange Sorge: Ob das wohl reibungslos verläuft, so viele Leute zwei Tage lang durchs Ruhrgebiet zu schleusen? Es klappte. Keine Spur von Gemecker und Verdruss, auch nach minimalem Nachtschlaf in den Gastfamilien nicht. Das Premierenpublikum der "Odyssee Europa" zog mit, ließ sich begeistern, trottete in langen Schlangen durch Matsch und Sturm, immer offen für neue Eindrücke. Nach jedem Essen, auch mit einem Schlückchen Wein dabei, saß das Publikum wieder aufgeräumt und wach in seinen Theatersitzen. Gerade auch die vielen Älteren erwiesen sich als enorm elastisch. Nichts als selbstverständlich? Aber nein, gerade mehrtägige Veranstaltungen fransen gern mal ins Laute und Griesgrämige aus. Doch solch ein kultiviertes Publikum wie auf dieser Fahrt lässt hoffen: Vielleicht nicht auf den ewigen Frieden, aber auf bleibend zivile Umgangsformen.

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