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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
MAN

    Osnabrück (ots) - Die letzte Warnung

    Bei MAN kriselt es. Auch wenn die Wirklichkeit längst nicht so dramatisch ist, wie es die Bilanz-Zahlen vermuten lassen: Die Abschreibungen auf die Scania-Beteiligung und die Korruptionsaffäre sind für das dicke Minus des Konzerns verantwortlich.

    Ohne diese Sondereffekte könnte der Münchener Konzern selbst im Krisenjahr 2009 mit einem dicken Plus glänzen. Das ist auch eine gute Nachricht für die Zulieferbetriebe im Nordwesten - wie zum Beispiel die Osnabrücker Unternehmensgruppe Titgemeyer.

    Die Bilanzzahlen sind dennoch eine Warnung: Der Gewinn aus dem operativen Geschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 70 Prozent reduziert. Immer noch befinden sich Tausende MAN-Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit. Sollte MAN trotz der hoffnungsvollen Aussichten in Asien am Ende dieses Jahres nicht deutlich bessere Bilanzen vorlegen können, dürfte die

    Eingliederung in den VW-Konzern immer wahrscheinlicher werden. Das hätte zur Folge, dass Volkswagen seine ohnehin schon zentrale Bedeutung für die Autozuliefererbranche weiter ausbauen und den Wettbewerb beschränken würde. Vielen Beschäftigten in der Region bleibt also für ihre Jobs zu wünschen, dass MAN in diesem Jahr wieder kräftig Gas gibt.

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