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    Osnabrück (ots) - Ein Rekord, viele Fragen

    Krise? Welche Krise? Der Rekorderlös für Giacomettis "Schreitenden Mann" setzt Zeichen - zumindest für den Kunstmarkt. In dessen Höchstpreissegment wird weiter jede Summe gezahlt. Das überrascht nicht. Prognosen zur Konjunktur sind daraus nicht abzuleiten.

    Die Sensationsmeldung aus London wirft Fragen auf. Die erste Frage betrifft die Plastik selbst. Werden wir den "Schreitenden Mann" künftig noch zu sehen bekommen? Im Foyer der Dresdner Bank taugte Giacomettis Werk noch zum Erkennungszeichen. Seine Zukunft ist nun ungewiss.

    Zweite Frage: Läutet der Verkauf das Ende der großen Firmensammlungen ein? Ihr Unterscheidungswert für Unternehmensimages hat jedenfalls nachgelassen. Kunstkollektionen besitzen inzwischen alle. Trennen sich nun weitere Konzerne von ihrer Kunst?

    Dritte Frage: Werden Museen noch mehr zu Zwischenlagern von Privatsammlungen? Die Dauerleihgaben der Commerzbank an Museen sind ehrenwert. Und eigennützig. Denn in Museen steigt der Wert der Konzernkunst.

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