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Neue OZ: Kommentar zu USA
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Osnabrück (ots) - Bitter, aber unausweichlich Von Rekord zu Rekord schnellt die Neuverschuldung der USA in die Höhe. Das ist bitter, aber unausweichlich. US-Präsident Barack Obama bleibt keine Wahl, als mit 1,6 Billionen Dollar den sozialen und ökonomischen Verwerfungen infolge der Weltwirtschaftskrise entgegenzuwirken. Die Weltmacht ist damit zwar nicht pleite. Setzt man die Gesamtverschuldung ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, stehen die USA sogar noch besser da als Deutschland. Doch eine Flucht in die Schuldenfalle ist keine Lösung, sondern ein Niedergang auf Raten. Ähnlich wie Europa muss auch Obama den Spagat schaffen, bald die Staatsausgaben zu senken, ohne eine Erholung der Realwirtschaft zu gefährden. Bleiben in den USA künftig Sparanstrengungen aus, könnte das Land das Schicksal Japans ereilen: Die Verschuldung ist dort so hoch, dass ein selbsttragender Aufschwung seit Jahren blockiert wird. In seinem Konjunkturprogramm setzt Obama richtige Akzente. Er strebt kein kurzes Wachstumsfeuer an, verzichtet daher etwa auf die Erhöhung der Sozialleistungen. Stattdessen versucht er, kleinen und mittleren Firmen Impulse zu geben, die neue Jobs schaffen sollen. Und Obama investiert in die Infrastruktur, also in die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Für einen Abgesang auf die Weltmacht ist es jedenfalls noch viel zu früh. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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