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Neue OZ: Kommentar zu Parteien
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Osnabrück (ots) - Hochgesteckte Ansprüche In Kreuth und in Stuttgart haben sich am Dreikönigstag die Spitzen von FDP und CSU vor allem selbst Mut gemacht. Beide Parteichefs äußerten zudem hochgesteckte Ansprüche: Guido Westerwelle, Vizekanzler und Chef der Liberalen, sprach von einer geistig-politischen Wende, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer von einem Jahrzehnt der Erneuerung. Geht es nicht etwas kleiner? Der Alltag der Regierungsparteien drei Monate nach der Bundestagswahl sieht weniger hochtrabend aus. Das ständige Gezänk um Steuern und Vertriebenenpräsidentin Steinbach prägt das Koalitionsklima, das hat auch das gestrige Fernduell bewiesen. Zwar unterblieben sehr grobschlächtige Angriffe zwischen FDP und CSU. Seehofer fasste die Liberalen sanfter an als im Bundestagswahlkampf. Dennoch war zu spüren, dass die Stimmung in der Koalition noch besser werden kann. Der Wunsch nach Harmonie gehörte wohl nicht zu den Neujahrsvorsätzen von Westerwelle und Seehofer. Die CSU, nach wie vor im Sinkflug, ist anders als die erstarkte FDP sehr mit sich selbst beschäftigt. Seehofer, der sich in Kreuth wie ein Motivationstrainer verhielt, hat unter den Abgeordneten an Autorität verloren. Gelingt es ihm nicht, bald das Vertrauen der eigenen Leute zurückzugewinnen, droht ihm das gleiche Schicksal wie Stoiber 2007 in Kreuth - die parteiinterne Demontage. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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