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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Personalien
Oetker

Osnabrück (ots) - Weiter auf Kurs An der Spitze des Familienkonzerns Oetker knirscht es. Nach drei Jahrzehnten zieht sich Firmenchef August Oetker aufs Altenteil zurück - und die nächste Generation drängt erfolglos auf den Wechsel. Oetkers Bilanz ist beeindruckend. Der Familienbetrieb ist unter seiner Führung zum weltweit agierenden Konzern geworden. Gerade jetzt macht dem Unternehmen die allgemeine Wirtschaftskrise zu schaffen. Kontinuität und Erfahrung sind gefragt, um das Oetker-Imperium aus der Krise zu steuern. Und der ideale Krisenmanager wäre August Oetker. Aber wegen des Erreichens der Altersgrenze ist für den Patriarchen Schluss. Wenn Richard Oetker jetzt das Zepter von seinem Bruder übernimmt, wird er ein Übergangs-Steuermann sein. Dennoch bringt er Veränderungen: Durch seine Vergangenheit als bundesweit bekanntes Entführungsopfer lenkt Richard stärker das Interesse der Medien auf das Unternehmen. Aber er wird ein Chef sein, der für Kontinuität steht und die Geschäfte im Sinne seines Bruders weiterführt. Richard Oetker kennt durch lange Zusammenarbeit mit August dessen Unternehmenspolitik. Außerdem muss sich der 59-jährige Richard nicht mehr beweisen. Die Gefahr ist zu groß, dass ein neuer Steuermann der nächsten Generation neue Geschäftsideen testen will. Eine Wirtschaftskrise ist dafür der denkbar ungünstigste Zeitpunkt. Die Zeit für die jungen Wilden im Hause Oetker ist noch nicht gekommen. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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