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Neue OZ: Kommentar zu Konjunktur
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    Osnabrück (ots) - Mehr als eine psychologisch wichtige Marke

    Die Macht der runden Zahlen: Wie daheim der 40. oder 50. Geburtstag, wird an der Börse das Überspringen einer neuen Tausendermarke gefeiert. So auch gestern, als der DAX zum ersten Mal seit September 2008 wieder über 6000 Punkte kletterte. Außer einer psychologischen Wirkung haben diese Zahlen im Normalfall wenig Aussagekraft, doch diesmal ist es anders.

    Das neue Jahreshoch verdeutlicht einmal mehr, dass die deutsche Wirtschaft glimpflicher durch das Krisenjahr 2009 gekommen ist als anfangs vermutet. Die 30 DAX-Konzerne haben in den vergangenen zwölf Monaten unter dem Strich weltweit nur 20000 Stellen abgebaut. Hierzulande zahlten sich Maßnahmen wie Lohnverzicht und Kurzarbeit aus. Die Furcht vor einer weiteren Pleite à la Lehman ist auf dem Parkett wie weggeblasen. Der Deutsche Aktienindex wird mit einem Plus von rund 25 Prozent vermutlich sein neuntbestes Jahresergebnis einfahren. Wer im März eingestiegen ist, kann aktuell sogar einen Gewinn von mehr als 65 Prozent verbuchen. Und das ungeachtet der satten Dividenden, die die deutschen Unternehmen zahlen.

    Doch wieder einmal ist der Börsenaufschwung am Kleinanleger vorbeigezogen. Und zwar, weil das Unterschreiten der Marken von 6000, 5000 oder 4000 Punkten mehr Wirkung hinterlassen hat als das Überschreiten. Diese Angst vor Verlusten hat Geld gekostet.

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