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Neue OZ: Kommentar zu Schiffbau

    Osnabrück (ots) - Ein trübes Licht

    Ein 100-Millionen-Euro-Auftrag wäre gerade in Zeiten der Krise für jede deutsche Werft eine Wohltat gewesen, aber Fehlanzeige. Über die Ursache zu spekulieren ist schwierig - wenngleich der Energiekonzern RWE den Anschein erweckt, das Scheitern sei vorrangig Schuld der Schiffbauer.

    Dies ist bitter, weil der verpasste Auftrag damit ein trübes Licht wirft auf einen der wenigen verbliebenen Hoffnungsträger der deutschen Werften: den Spezialschiffbau. Nach und nach verlor die einstmals so starke Branche ihre Aushängeschilder an die preiswertere Konkurrenz im Fernen Osten: erst Tanker und Containerfrachter, bald auch Kreuzfahrtschiffe.

    Selbst die Hoffnung auf den Bau von Spezialschiffen wird nun auf die Probe gestellt. Noch besteht kein Grund zur Panik, ist die Zukunft nicht verloren. Aber der Auftrag über drei Schiffe hätte es leichter gemacht, daran zu glauben - erst recht in einem Jahr, in dem die Neubaunachfrage bei Werften rund 90 Prozent niedriger ist als noch im Jahr zuvor.

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