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Stadtschloss
Berlin

    Osnabrück (ots) - Dem Projekt gewachsen?

    Dem Berliner Stadtschloss-Projekt bleiben weitere Verzögerungen erspart. Dies ist die wichtigste Konsequenz des Düsseldorfer Urteils. Der Richterspruch schafft Rechtssicherheit für ein Planungsverfahren, das im Chaos des Streits um Architekten zu versinken drohte. Jetzt kann gebaut werden. Wenigstens das.

    Allerdings muss sich erst erweisen, ob Wettbewerbssieger Stella dem gigantischen Projekt wirklich gewachsen ist. Der Italiener hat seine Eignung mit lediglich minimalen Nachweisen dokumentiert - ein fatales Signal für Architektenwettbewerbe. Das Berliner Vorgehen schwächt die Kriterien, die eigentlich mit Sorgfalt anzulegen wären.

    Stella und sein winziges Büro werden nun großer Partner bedürfen, um den Neubau des Stadtschlosses realisieren zu können. Diese asymmetrische Konstellation verspricht einen unruhigen Verlauf der Bauarbeiten. Die Konflikte sind also vorprogrammiert. Dabei müssten alle Energien auf die überzeugende Gestaltung des Humboldtforums im Schlossbau konzentriert werden. Die Ruhe nach dem Düsseldorfer Richterspruch könnte sich also als höchst trügerisch erweisen.

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