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Neue OZ: Kommentar zu Bevölkerung
Statistik

    Osnabrück (ots) - Nicht alt aussehen

    Dass Deutschlands Bevölkerung zunehmend älter wird, ist keine Neuigkeit und wurde von der Politik schon längst erkannt. Bereits heute haben die Alten, zugegebenermaßen unfreiwillig, einen immensen Einfluss auf die politische Agenda, sei es im Wahlkampf oder im alltäglichen Regierungsgeschäft.

    Um in Zukunft nicht alt auszusehen, darf Deutschland aber nicht vergessen, auf die Belange der Jungen einzugehen. Hier sind die aktuelle ebenso wie alle künftigen deutschen Regierungen gefragt, Familien, Kinderbetreuung, Schulen und Hochschulen nicht aus den Augen zu verlieren - auch wenn dies auf Kosten der Senioren geschieht. Generationengerechtigkeit beruht schließlich auch darauf, dass die Bedürfnisse aller Altersgruppen wenigstens annähernd gleichermaßen befriedigt sind - unabhängig davon, wie groß die Gruppe zahlenmäßig ist.

    Vor allem aber darf nicht übersehen werden, dass sich in weiten Teilen der Welt genau die umgekehrte Entwicklung vollzieht: ein nahezu ungebremster Anstieg der Bevölkerung. Das ist beileibe nicht nur ein Problem der anderen, es hat Folgen für alle: in Hinblick auf den Klimawandel, die Entwicklungspolitik oder die internationale Sicherheit und Stabilität. Um auch dort nicht alt auszusehen, muss Deutschland ebenfalls investieren - auf Kosten der Alten und der Jungen.

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