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Neue OZ: Kommentar zu Weltklimagipfel

    Osnabrück (ots) - Kopenhagen ist nicht tot

    Der Klimaschutz verkommt zum Pokerspiel. Wenn es dazu noch eines Belegs bedurft hätte, so hat ihn nun der APEC-Gipfel in Singapur geliefert. Das kann man bedauern, ist aber derzeit nicht zu ändern. Keiner der 190 Staaten, die am Weltklimagipfel in Kopenhagen teilnehmen, will sich zu früh auf finanzielle Zusagen festlegen - zumal wegen der Schuldenberge infolge der Finanzkrise.

    Die überschwängliche Euphorie nach der Klimakonferenz auf Bali mag verflogen, die "Bali Road Map" zu einem Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll in der Sackgasse gelandet sein. Doch die Kunst des Kompromisses wird den Klimaschutz noch auf den richtigen Weg bringen.

    Kopenhagen ist nicht tot - allein deshalb, weil für die Länder der Welt zu viel auf dem Spiel steht. Allen Beteiligten muss klar sein: Die von Dänemark vorgeschlagene Strategie der zwei Schritte ist allemal besser, als ins Klima-Chaos zu stolpern.

    Um ein solches Fiasko zu verhindern, müssen alle Karten auf den Tisch. Dazu gehört, dass nicht nur die Industrie-, sondern auch die Schwellen- und Entwicklungsländer sich zu ihrer Verantwortung bekennen - zumal diese Staaten seit zwei Jahren mehr Treibhausgase in die Luft geblasen haben als die Industriestaaten. Dazu zählt aber auch, mehr fürs Klima zu tun: Regenwälder, Torfmoore und erneuerbare Energien sind die besten Trümpfe.

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