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Neue OZ: Kommentar zu Film
Filmpreis

    Osnabrück (ots) - Ehrenrettung

    Heinrich Breloer kann sich doppelt freuen. Darüber, dass seine "Buddenbrooks" einen Preis bekommen. Vor allem aber darüber, dass sie als Kinofilm prämiert werden.

    Die Mann-Verfilmung zählt schließlich zu jenen Amphibienfilmen, die vom Fernsehen mitfinanziert und dort auch gesendet werden - und die daher auch den ästhetischen Anforderungen beider Medien gerecht werden müssen. Bei den "Buddenbrooks" ging es hier besonders chaotisch zu: Nach dem Filmstart zum letzten Christfest sollte in diesem Jahr die weihnachtliche TV-Ausstrahlung folgen. Dann aber entschied die ARD-Tochter Degeto, den Film doch länger auf DVD zu verkaufen - sodass das Erste ohne Weihnachtsprogramm dasteht. Der Kinopreis hilft über solche Peinlichkeiten hinweg. Und er ist ein gefälliges Argument gegen den Vorwurf künstlerischer Zugeständnisse ans Medium Fernsehen.

    Dass der Preis aus Lübeck kommt, lässt sich natürlich auch gegen Breloer wenden: Wieder ist ein Film daran gescheitert, die Stadt so virtuos zu vergrätzen wie damals Thomas Manns Roman.

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