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Neue OZ: Kommentar zu Kriminalität
Urheberrecht
Internet

Osnabrück (ots)

Fortschritt? Ja, aber ...
Vorweg, die neuen Telekommunikationsgesetze der EU dürfen durchaus
als Fortschritt für die Bürgerrechte verstanden werden, wie es viele 
EU-Parlamentarier tun. Auch für Raubkopierer gilt künftig zunächst 
einmal die Unschuldsvermutung; jegliche Sanktion muss außerdem 
verhältnismäßig sein. Willkürliche und sofortige Internet-Sperren, 
wie sie etwa Frankreich plante, soll es in der EU nicht geben.
Das bedeutet eine klare Aufwertung des Rechts auf Zugang zu 
Informationen - und eine längst überfällige Anerkennung des Internets
als Bestandteil des täglichen Lebens. Dass die Gesetze dem Nutzer 
auch bei Tarifen und Vertragsbedingungen mehr Rechte einräumen, macht
dies noch deutlicher.
Dennoch, die Internet-Sperre bleibt selbst als letztes Mittel ein 
fragwürdiges Instrument. Denn sie beschränkt nicht nur den Zugang zu 
illegalen Daten, sondern auch zu allen anderen Diensten und 
Informationen. Ist das dann noch verhältnismäßig? Noch heikler aber 
ist, dass die Sanktionierung der Anbieter illegaler Inhalte völlig 
offen geblieben ist. Die Reform mag somit zwar ein Fortschritt für 
die Bürgerrechte sein. Ein Durchbruch ist sie aber nicht - erst recht
nicht für das Urheberrecht.

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Neue Osnabrücker Zeitung
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Telefon: 0541/310 207

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