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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
GM
Opel

    Osnabrück (ots) - Nicht ohne Logik

    Auch wenn viele jetzt ganz überrascht tun: Dass GM Opel behalten will, ist wirtschaftlich nicht ohne Logik. Die Befürworter eines Verkaufs an Magna und Partner hatten per Proklamation Fakten schaffen wollen, dabei aber zahlreiche betriebswirtschaftliche Aspekte außer Acht gelassen.

    Sachliche Einwände wurden reihenweise ignoriert. Die Frage der Patente etwa, die von vertraglichen Beschränkungen auf internationalen Märkten, die des engen Produktionsverbunds innerhalb des GM-Konzerns: All dies interessierte die Verkaufslobby nicht angesichts der Hoffnung, die ungeliebten amerikanischen Eigner loszuwerden und es auf eigene Faust oder zumindest unter anderem Dach zu versuchen.

    Jetzt ist die Lage anders - aber nicht unbedingt schlechter. GM hat Gründe, Opel zu behalten. Und die bestehen nicht darin, das Unternehmen aufzugeben. Der Konzern dürfte alles daransetzen, Opel so gut und stark wie möglich fortzuführen. Das ist nur möglich, weil der Konzern die Krise der Wirtschaft und seiner selbst besser verkraftet zu haben scheint, als es zwischendurch aussah. Das stimmt zuversichtlich. Kündigungen, Schließungen, Verlagerungen - all dies dürfte es nun geben. Vielleicht sogar stärker als unter Magna. Dennoch besteht so die Chance, dass Opel stabiler fortgeführt wird als sonst, da die unternehmerischen Pläne der Österreicher derart auf Optimismus beruhten, dass sie an Täuschung grenzten.

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