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Neue OZ: Kommentar zu Finanzen
Bahn
USA

    Osnabrück (ots) - Ein neuer Beweis

    Fünfzig Prozent in der Wirtschaft sind Psychologie, hat Deutschlands erster Wirtschaftsminister Ludwig Erhard mal gesagt. Einer der besten Beweise liegt genau 80 Jahre zurück. Richard Whitney, Vizepräsident der New Yorker Börse, versuchte kurz vor dem Börsencrash 1929, die Verkaufswelle durch Stützkäufe aufzuhalten. Er setzte auf Psychologie und orderte etliche Wertpapiere deutlich über dem Marktpreis. Sein Auftritt auf dem Börsenparkett und seine Order Zehntausender Aktien machten Whitney zum Helden der Börse. Sein Erfolg war allerdings nur von kurzer Dauer. Da aus dem ganzen Land Verkaufsmeldungen eingingen, nahm die Krise ihren Lauf - es kam zum Schwarzen Freitag.

    Einen weiteren Beweis für die Kraft von Psychologie versucht gerade Warren Buffett zu erbringen. Er kauft zu einem überhöhten Preis einen US-amerikanischen Güterbahn-Giganten und wettet damit schlichtweg auf die künftige Wirtschaftskraft des Landes. Darauf, dass künftig viele Güter produziert und transportiert werden müssen.

    Es werden viele Jahre vergehen, bis sich der Milliarden-Kaufpreis rechnen wird. Einen schnellen Gewinn streicht sich Buffett jetzt dafür an der Börse mit Aktien ein, die aufgrund dieser Prognose in die Höhe schießen. Und von denen sich Buffett vorab jede Menge gesichert hat - wetten?

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