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Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan
Konflikte

    Osnabrück (ots) - Erfolge der Taliban

    Ob Zivilisten in Pakistan oder UNO-Mitarbeiter in Afghanistan: Taliban und El Kaida schrecken vor keiner Bluttat zurück, wie der tödliche Mittwoch einmal mehr auf grauenvolle Weise der Weltöffentlichkeit vorgeführt hat.

    Die Strategie der Extremisten ist brutal: Angst und Chaos verursachen, um die schwachen Regierungen in Afghanistan und Pakistan zu zermürben. Geben die UNO, die USA und die ohnehin zögerlichen Europäer diesen Kampf auf, wäre der Siegeszug der Taliban programmiert - mit katastrophalen Folgen für die regionalen und internationalen Sicherheitsstrukturen. Der Krieg geht aber auch verloren, wenn der Westen nicht endlich den Ernst der Lage erkennt.

    US-General McChrystal mahnt und warnt völlig zu Recht: Werden die Afghanistan-Truppen von derzeit etwa 90000 Soldaten nicht um 40000 oder 60000 Männer und Frauen schnellstmöglich aufgestockt, ist eine Niederlage kaum noch abzuwenden. Zugleich müssten die Anstrengungen beim zivilen Aufbau massiv gestärkt werden - in Afghanistan, aber auch in Pakistan. US-Präsident Obama darf nicht länger zögern, die entsprechenden Befehle zu geben.

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