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Neue OZ: Kommentar zu Sauerland-Prozess

Osnabrück (ots) - Erschreckend deutlich Das Geständnis von Fritz Gelowicz im Sauerland-Prozess muss tief beunruhigen: Da saß ein unscheinbarer blonder Mann mit Scheitel und Brille auf der Anklagebank, der kühl bis ans Herz seine Pläne zum zigfachen Mord im Namen Allahs darlegte. Ein Unternehmersohn aus Ulm, der sich aus der deutschen Gesellschaft verabschiedet hat, um im Dienste des Islam blindwütig gegen sie loszuschlagen. Seine Aussage macht erschreckend deutlich, dass der islamistische Terrorismus längst mitten in unserem Land angekommen ist. Gelowicz und seine drei Kumpane - zwei deutsche Konvertiten und zwei türkischstämmige Männer - wollten in ihrer Heimat ein Inferno anrichten. Und die hausgemachte Gefahr ist mit ihrer Festnahme nicht gebannt. Die Ulmer Terroristen-Szene etwa, in der die Sauerländer wurzelten, ist weiter aktiv. Und: Immer mehr Islamisten aus Deutschland reisen nach Pakistan, um sich für den Terrorkampf ausbilden zu lassen. Von mindestens 40 Reisen allein in diesem Jahr wissen die Behörden. Die Hinweise verdichten sich, dass El Kaida und Taliban die Deutschen gerade im Wahljahr erschüttern wollen. Die gute Nachricht ist, dass die Ermittler das Netzwerk der Terroristen im Visier haben, zumal Gelowicz' Aussage dem BKA weitere wertvolle Hinweise geliefert hat. Grund zur Panik gibt es also nicht. Erhöhte Vorsicht und größte Aufmerksamkeit sind jedoch geboten. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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