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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Arcandor

    Osnabrück (ots) - Bringen Sie es zu Ende, meine Herren!

    Der 12. Juni 2009 könnte zum wichtigsten Datum in der Geschichte von Arcandor werden. An diesem Tag werden Kreditforderungen fällig, die der Konzern von sich aus nicht begleichen kann. Die Insolvenz droht. Deshalb war es dringend geboten, dass gestern Nachmittag noch ein Krisentreffen zum neuen Antrag des Konzerns auf Staatsbeihilfen zustande kam.

    Doch genauso schnell wie Gläubiger, Übernahmeinteressenten und Bundesregierung zusammenfanden, gingen sie auch wieder auseinander. "Konstruktive Gespräche" habe man geführt, hieß es. Das hört man doch gerne, wenn sich die Herren mit einem guten Gefühl in den Feierabend verabschieden. Noch einen Tick wichtiger wäre aber, wenn bei dem Termin etwas herumgekommen wäre.

    Die Protagonisten sollten sich vor Augen führen, wie viele Menschen in diesen Tagen an ihren Lippen hängen. Es geht um Zigtausende Arbeitnehmer, die sich an jede positive Äußerung jedes unbedeutenden Hinterbänklers klammern. Dieses unwürdige Schauspiel darf nicht länger dauern als unbedingt notwendig. Seit Wochen wissen die Beteiligten, wie es um Arcandor steht. Schon vor Tagen hat der Bundeswirtschaftsminister auf die Rettungsbeihilfen hingewiesen. Die muss die EU auch noch abnicken. Nun bringen Sie es also zu Ende, meine Herren! In die eine oder andere Richtung.

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