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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Porsche
Volkswagen

    Osnabrück (ots) - Das Rennen ist noch nicht gelaufen

    Porsche hat sich überschuldet und muss nach forschem Start im Rennen um die Macht bei VW nun das Tempo drosseln: Nicht mehr Übernahme, sondern Fusion heißt das neue, bescheidenere Ziel.

    Für Volkswagen und seine mehr als 300 000 Beschäftigten ist das eine gute Nachricht. Denn so besteht die Chance auf mehr Eigenständigkeit als im Fall einer Übernahme. Wichtig erscheint dies etwa mit Blick auf die bei VW traditionell starke Mitbestimmung der Arbeitnehmer. Noch ist das Rennen aber nicht gelaufen. Und auch das wegen des VW-Gesetzes bislang überaus einflussreiche Land Niedersachsen muss aufpassen, am Ende nicht doch noch ausgebremst zu werden.

    Dies gilt vor allem für den Fall, dass die Porsche Holding eine Dachgesellschaft mit der Volkswagen AG anstrebt, in der das VW-Gesetz keine Rolle mehr spielt. Noch stellt dieses Gesetz ein Faustpfand dar. Bevor das Land es aus der Hand gibt, muss es auf eine Reihe von Zugeständnissen drängen. Fortbestehen sollte zum Beispiel die Regelung, nach der Werksschließungen und -verlagerungen bei VW nur mit Zweidrittelmehrheit im Aufsichtsrat gefällt werden dürfen, also nur mit Zustimmung der Arbeitnehmer. Eine solche Regelung hätte doppelten Charme: Niedersachsen würde einen politischen Erfolg verbuchen und Porsche neue Unterstützer für die Fusionspläne gewinnen.

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