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Neue OZ: Kommentar zu NATO
Gipfel

    Osnabrück (ots) - Schöner, freier Westen

    Der schöne Begriff vom freien Westen hat ja ein wenig Staub angesetzt. Weil der Gegenentwurf des kommunistisch geknechteten Ostens abhandenkam. Auch weil die NATO wegen ihrer Ost-Erweiterung so westlich nicht mehr ist. Aber die Idee vom freien Westen bleibt aktuell und attraktiv und damit auch die NATO.

    Besagt diese Idee doch: Rund um den Nordatlantik stemmen sich Verbündete gemeinsam gegen Bevormundung durch Dritte, gegen Erpressung mit militärischen Mitteln, gegen Verletzung ihres Gebiets. Dabei lassen sie sich leiten von gemeinsamen Vorstellungen über Freiheit und Demokratie. Was sich zum 60. Geburtstag der NATO geändert hat, sind die Anforderungen an Strategie, Diplomatie, zeitgemäße militärische Mittel.

    Da hapert es. Zum Beispiel, weil Deutschland die teure Modernisierung seiner Streitkräfte scheut. Weil Frankreich die Verteidigung gemeinsamer Interessen auf Europa verengen will. Weil die USA auch unter neuer Führung die Wirksamkeit von Militär gegen Terrorismus überbetonen.

    Die Voraussetzung, trotz alledem wieder auf einen gemeinsamen Nenner vom freien Westen zu kommen, ist allerdings günstig wie selten. Jetzt, da die USA wieder auf die Mitverantwortung der Europäer setzen, Frankreich wieder voll ins Bündnis gerückt ist, Albaner und Kroaten mit Elan in ihre NATO-Zukunft starten. Eine, in der sie Teile des freien Westens sind.

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