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Neue OZ: Kommentar zu China
Tibet

Osnabrück (ots)

Nur Alibi-Gespräche
Die Situation der Tibeter ist in den vergangenen Monaten 
schwieriger, die der chinesischen Regierung nach Olympia leichter 
geworden: Mit nichtssagenden Floskeln speist die kommunistische 
Regierung in Peking daher die Vertreter des Dalai Lama ab. Die 
Gespräche verkommen zu Alibi-Veranstaltungen.
Zwar drängen die chinesischen Fremdherrscher die Tibeter weiterhin 
politisch, wirtschaftlich und kulturell mit eisenharter Hand an den 
Rand. Doch die westliche Öffentlichkeit schaut wieder weg.
Noch im Frühjahr löste die brutale Unterdrückung der Tibeter 
weltweit Diskussionen über einen Boykott der Olympischen Spiele aus. 
Aber diese Debatte erscheint inzwischen weit weg, längst vorbei.
Dem Dalai Lama und seinen Anhängern bleiben kaum Druckmittel, um 
Verbesserungen für die Tibeter zu erzielen. Zumal der Westen die 
Wirtschaftsgroßmacht China nicht ernsthaft verprellen und das 
Oberhaupt der buddhistischen Tibeter keine Gewalt einsetzen will.
Mit bewundernswerter, fast unendlicher Geduld beharrt der Dalai 
Lama auf einem Protest mit ausschließlich friedlichen Mitteln. Doch 
der Erfolg bleibt bisher aus. Gut möglich, dass daher der Rückhalt 
gerade bei jüngeren Tibetern schwindet. Doch es wäre eine bittere 
Botschaft, wenn es hieße: Erst gewaltsame Proteste zahlen sich auch 
politisch aus.

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Neue Osnabrücker Zeitung
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Telefon: 0541/310 207

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