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OZ: Kommentar zu Arbeitsmarkt
Oktober
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Osnabrück (ots) - Starkes Lebenszeichen Noch läuft es in der realen deutschen Wirtschaft: Ein stärkeres Lebenszeichen als das soeben erreichte 16-Jahres-Tief bei der Arbeitslosenzahl hätte die bisweilen schon totgesagte Konjunktur in diesem Land kaum abgeben können. Trotzdem gibt der Blick nach vorn Anlass zur Besorgnis. Immer mehr Industrieunternehmen drosseln in diesen Wochen ihre Produktion und werden früher oder später nicht nur auf Zeitarbeitskräfte verzichten. Allerdings dürfte manch skeptischer Ausblick auf Unternehmerseite auch damit zusammenhängen, dass gerade ein wichtiger Tarifkampf geführt wird. Doch die Gefahr, die von der Finanzmarktkrise ausgeht, lässt keinen Platz für solche Spielchen. In Zeiten, in denen sich überzeugte Kapitalisten aus Bankpalästen unter staatlichen Schutz flüchten, ist gemeinsames Handeln gegen die drohende Rezession notwendig. Dazu gehört Mäßigung bei Lohnforderungen, aber auch bei Renditeerwartungen. Noch gibt es Chancen, den Arbeitsmarkt in stabiler Verfassung zu halten. Der Rückgang der Teuerung lässt auf mehr privaten Konsum hoffen. Auch auf der Rohstoffseite gibt es Aussicht auf Entlastungen, mit deren Hilfe sich bewährtes Fachpersonal weiterbezahlen ließe. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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