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60 Millionen Euro beim Händewaschen sparen
Energiesparcup-Unternehmen starten Aktionswoche rund ums Heizen
Sechs Tipps für Unternehmer und Angestellte zum Energiesparen im Büro

Berlin (ots) - Kleine Maßnahme, große Wirkung: 870 Millionen Kilowattstunden Heizenergie und 60 Millionen Euro Heizkosten könnten jedes Jahr gespart werden, würden sich Deutschlands Büroangestellte die Hände mit kaltem statt mit warmem Wasser waschen. Das ist genauso hygienisch, spart aber Energie. Denn beim Händewaschen ist nicht die Wassertemperatur entscheidend - sondern die Hände 30 Sekunden mit Seife zu reinigen. Mit einer Aktionswoche "Heizenergie sparen im Büro" machen die deutschen Teilnehmer des Energiesparcups ab sofort auf die vielen kleinen Sparmöglichkeiten am Arbeitsplatz aufmerksam. Eine Woche lang informieren die Unternehmen ihre Mitarbeiter rund um das Thema Heizenergie. An dem von der Europäischen Kommission geförderten Energiesparwettbewerb (www.energiesparcup.biz) beteiligen sich rund 150 kleine und mittlere Unternehmen aus ganz Europa.

"Unternehmer können selbst viel fürs Energiesparen tun. Aber entscheidend ist, dass sie auch ihre Mitarbeiter mit ins Boot holen. Denn allein durch einen aufmerksameren Umgang mit Energie lässt sich der Verbrauch in Büros um 15 Prozent senken", erklärt Boris Demrovski, Projektleiter bei co2online. Dabei seien strenge Regeln oft fehl am Platze. "Viel besser ist es, Mitarbeiter gezielt zu informieren und zu motivieren. Und: Wenn durch die Mitarbeiter die Energiekosten sinken, sollten sie auch am Gewinn beteiligt werden."

Jedes Jahr 17 Millionen Bäume pflanzen - oder die Hände kalt waschen

Rund 17 Millionen Büroangestellte gibt es in Deutschland. Wenn sich jeder von ihnen jeden Tag drei Mal die Hände mit warmem Wasser wäscht, entstehen dadurch rund 215.000 Tonnen CO2 im Jahr. Allein um eine Tonne CO2 zu kompensieren, müssen 80 Bäume gepflanzt werden. Das sind hochgerechnet rund 17 Millionen Bäume, um den CO2-Ausstoß durchs Händewaschen auszugleichen. Also ein Baum pro Büroarbeiter. Die Alternative: Die Hände kalt waschen - und am besten auch die anderen Tipps zum Energiesparen im Büro beachten.

Heizenergie sparen im Büro: Top-Tipps für Angestellte

   - Auf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit achten: 
     Zwischen 20 und 22 Grad Celsius sollte die Temperatur im Büro 
     liegen. Wenn es wärmer wird, sinkt nicht nur die Konzentration, 
     auch die Energiekosten steigen. Wer sich in einem 200 
     Quadratmeter großen Büro mit seinen Kollegen auf "ein Grad 
     weniger" einigt, kann im Jahr bis zu 1.500 Kilowattstunden 
     Heizenergie sparen. Das entspricht rund 100 Euro. Übrigens: Die 
     Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. 
   - Stoßlüften statt Fenster kippen: Stoßlüften ist effektiver, als 
     die Fenster zu kippen. Bei gekippten Fenstern kommt kaum frische
     Luft in den Raum - aber die warme Luft des Heizkörpers zieht 
     ungenutzt nach draußen und die Wände kühlen aus. Richtiges 
     Lüften kann in einem 200-Quadratmeter-Büro bis zu 6.000 
     Kilowattstunden und 400 Euro Heizkosten im Jahr sparen. 
   - Thermostat richtig nutzen: Thermostate müssen nicht auf "Stufe 
     5" gedreht werden, damit es schnell warm wird. Denn 
     "Voll-Aufdrehen" bedeutet nicht schneller Heizen, sondern länger
     - bis zur gewählten Zimmertemperatur. Stufe 3 entspricht bei 
     einer Zentralheizung ca. 20 Grad Celsius, Stufe 5 etwa 28 Grad 
     Celsius. 

Heizenergie sparen im Büro: Top-Tipps für (Klein-)Unternehmer

   - Mitarbeiter informieren und motivieren: Die Mitarbeiter können 
     durch einen achtsamen Umgang mit Energie den Verbrauch im Büro 
     enorm beeinflussen. Unternehmer sollten ihnen deshalb leicht 
     umsetzbare Tipps geben - wie die Türen zu unbeheizten Räumen zu 
     schließen. Eine gute Motivation für die Mitarbeiter ist, sie an 
     den Einsparungen zu beteiligen. 
   - Heizanlage regelmäßig warten und optimal einstellen: Heizanlagen
     müssen regelmäßig von einem Fachmann gewartet werden. Der Termin
     ist eine gute Möglichkeit, auch die Regelung der Anlage zu 
     überprüfen. So lässt sich zum Beispiel mit gut eingestellten 
     zentralen Heiz- und Absenkzeiten, viel Energie sparen. 
   - Monitoring des Heizenergieverbrauchs: Nur wer seinen 
     Energieverbrauch kennt, kann auch das Einsparpotenzial 
     abschätzen. Deshalb sollte der Heizenergieverbrauch regelmäßig 
     mit Monitoring-Tools wie dem Energiesparkonto 
     (www.energiesparkonto.de) notiert werden. 

Weitere Heizspartipps fürs Büro: www.energiesparcup.biz/energie-sparen

Über den "European Enterprises Climate Cup" und co2online

Der "European Enterprises Climate Cup" (http://www.enterprises-climate-cup.eu) findet zeitgleich in zehn europäischen Ländern statt: Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Malta, Österreich und Spanien. Er wurde von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online GmbH initiiert und wird von der Europäischen Kommission gefördert. In Deutschland läuft der Wettbewerb unter dem Titel "Energiesparcup" (www.energiesparcup.biz).

Die gemeinnützige co2online GmbH (http://www.co2online.de) setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Seit 2003 helfen die Energie- und Kommunikations-experten privaten Haushalten, ihren Strom- und Heizenergieverbrauch zu reduzieren. Mit onlinebasierten Informationskampagnen, interaktiven EnergiesparChecks und Praxistests motiviert co2online Verbraucher, mit aktivem Klimaschutz Geld zu sparen. Die Handlungsimpulse, die die Aktionen auslösen, tragen nachweislich zur CO2-Minderung bei. Unterstützt wird co2online dabei von der Europäischen Kommission, dem Bundesumweltministerium sowie einem Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Hinweis an die Redaktionen

Dem Rechenbeispiel liegt ein Gaspreis von 6,81 Cent/Kilowattstunde zugrunde.

Pressekontakt:

Stefanie Jank 
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