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Studie: Deutsche unzufrieden mit der IT-Ausstattung ihres Arbeitsplatzes

Kerpen (ots) - Der Büroarbeitsplatz verliert zunehmend an Bedeutung, Mobilität und alternative Arbeitskonzepte werden wichtiger: Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des IT-Dienstleisters Computacenter und des Analystenhauses PAC. Demnach arbeiten drei Viertel der Befragten heute einen Teil ihrer Arbeitszeit außerhalb des Büros. Die aktuelle IT-Ausstattung hält mit dieser Entwicklung jedoch nicht Schritt. So ergab die Studie, dass 60 Prozent der Mitarbeiter ihre IT-Arbeitsumgebung für "nicht zeitgemäß" erachten. Nahezu jeder fünfte empfindet seine IT-Arbeitsausstattung sogar als frustrierend.

Mobiles Arbeiten und zeitliche Belastung nehmen zu

Laut der Studie arbeitet die deutliche Mehrzahl der Befragten regelmäßig mobil: 46 Prozent von ihnen arbeiten immer wieder von unterwegs, 42 Prozent auch im Home Office, 33 Prozent ab und an bei Kunden und 55 Prozent auch aus anderen Niederlassungen. Insgesamt verbringen Mitarbeiter lediglich 70 Prozent ihrer Arbeitszeit am klassischen Büroarbeitsplatz.

Die Befragung ergab außerdem, dass der Zeitaufwand für nicht-produktive Tätigkeiten wie Recherchearbeiten, Informationsaustausch oder Selbstverwaltung deutlich zugenommen hat. Als größter Produktivitätskiller wird dabei die Bearbeitung von E-Mails empfunden: Zwei Drittel berichten hier von einem zunehmenden Aufwand.

IT-Arbeitsausstattung frustriert - Mitarbeiter investieren auf eigene Kosten

Trotz steigender Anforderungen müssen sich laut der Studie zwei Drittel der Mitarbeiter weiter mit dem "üblichen Standard" begnügen. Folglich halten rund 60 Prozent der Mitarbeiter ihre heutige IT-Arbeitsumgebung für "nicht zeitgemäß" und knapp jeder fünfte empfindet seine IT-Arbeitsausstattung sogar als frustrierend. Die Folge: Jeder sechste investiert auf eigene Kosten in eine Verbesserung. "Die Arbeitswelt hat sich verändert - und die IT muss dringend nachziehen", so Jochen Rapp, Solution Manager bei Computacenter und verantwortlich für den 'Zeitgemäßen Arbeitsplatz'. "Denn unzufriedene und unproduktive Mitarbeiter kann sich kein Unternehmen leisten. Dazu kommt in Zeiten des Fachkräftemangels auch der Kampf um die besten Köpfe - nur wer zeitgemäße Arbeitsplätze bietet, kann gute Mitarbeiter gewinnen und halten."

Bedarf an Werkzeugen für Austausch und Vernetzung

Etwa jeder dritte Mitarbeiter wünscht sich (zusätzliche) Werkzeuge zur Unterstützung der Zusammenarbeit, insbesondere zur gemeinsamen Bearbeitung von Dokumenten und zum Austausch von Wissen. Werden die richtigen Tools nicht bereitgestellt, helfen sich Mitarbeiter oft selbst: Immer mehr Mitarbeiter - so auch 20 bis 26 Prozent der Befragten - nutzen Anwendungen und Dienste, die im Internet oder in App Stores frei verfügbar sind, auch beruflich. Jeder Fünfte nutzt private Anwendungen auf unternehmenseigenen Mobilgeräten. Und das, obwohl 70 Prozent der Mitarbeiter eine stärkere Trennung von beruflichen und privaten Anwendungen und Endgeräten bevorzugen würden. "Die zunehmende Nutzung öffentlich zugänglicher Anwendungen auf mobilen Endgeräten des Unternehmens birgt ähnliche Sicherheitsrisiken wie die berufliche Nutzung privater Endgeräte", betont Computacenter-Experte Rapp. Die Studie zeigt aber, dass es hierfür oft noch keine IT-Richtlinien gibt oder diese Regeln nicht klar kommuniziert werden. So ist der Anteil der Befragten, die keine entsprechenden Richtlinien kennen, mit 29 Prozent überproportional hoch.

Die Zahlen untermauern das in der Praxis erlebte: Die Mobilität der Mitarbeiter und die Bedeutung alternativer Arbeitskonzepte nehmen zu", so Dr. Andreas Stiehler, Principal Analyst bei PAC. "Die Aussagen der Befragten liefern klare Belege für die steigende Komplexität der IT-Arbeitsumgebungen. Diese bestehen nicht mehr nur aus fest installiertem PC, Office-, E-Mail- und Fachanwendungen."

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