Christliche Initiative Romero

WELTfairÄNDERER fordern Nachhaltigkeit in allen politischen Entscheidungen
Große Beteiligung beim Nachhaltigkeitskongress des BDKJ und der Christlichen Initiative Romero

Münster/Mainz (ots) - Rund 200 TeilnehmerInnen aus dem ganzen Bundesgebiet diskutierten und vernetzten sich am diesem Wochenende beim ersten WELTfairÄNDER-Kongress von BDKJ und CIR zum Thema Nachhaltigkeit in Mainz.

Den inhaltlichen Auftakt bildete ein Impulsreferat von Lena Scheifgen und Theresa Späth vom Kinder- und Jugendprojekt "Plant for the planet", das sich weltweit für den Kampf gegen Klimawandel engagiert und dafür eine Milliarde Bäume pflanzen will.

Ihre eigenen Ideen brachten die TeilnehmerInnen in 13 verschiedenen Workshops ein. Sowohl ganz praktische Themen, wie aus übrig gebliebenen Lebensmittel ein 3-Gänge-Menü zu kochen oder alte Dinge durch Upcycling in etwas Neues zu verwandeln, als auch politische Diskussionen über Forderungen an Verantwortliche in Kirche, Politik und Wirtschaft oder Strategien zu Online-Campaigning für mehr Nachhaltigkeit bildeten die große Spanne der Themen ab.

Wie Politik, Wirtschaft und Kirche die Welt #fairaendern können, war Thema der Podiumsdiskussion am Samstagabend, durch die Anke Bruns vom WDR führte. Michael Wedell vom Handelskonzern Metro Group sah die Verantwortung vor allem bei den VerbraucherInnen: "Wenn faire Produkte eingefordert werden, dann bieten wir diese auch an." Auch Ursula Groden-Kranich (MdB für die CDU) erinnerte an die Macht der Konsumierenden: "Die Frage ist, wo kaufen wir? Beim Biobauer oder beim Discounter? Es liegt an jedem einzelnen". Die Politik mit dem Einkaufskorb reiche nicht aus, mahnte hingegen Richard Grünewald, der als nachhaltig wirtschaftender Winzer aus Worms vor allem die Dringlichkeit des Handelns betonte. "Wir können nicht noch 50 Jahre so weiter diskutieren", erläuterte Grünewald. Die Auswirkungen des Klimawandels merke er jetzt schon bei seiner Arbeit.

Für die Veranstalternnen ergeben sich aus den Ergebnissen des Kongresses klare Ziele. "Die Diskussionen haben gezeigt, dass Nachhaltigkeit ein notwendiger Ansatz ist, der zukünftig zur Richtlinie aller politischen Entscheidungen werden muss", erklärt Kongressleiterin Caroline Witting, die dem Vorstand des gastgebenden BDKJ-Diözesanverbands Mainz angehört. "Die Perspektive junger Menschen muss stärker in der Politik Gehör finden", fordert BDKJ-Bundesvorsitzender Wolfgang Ehrenlechner. Daniel Kim Hügel von der Mitveranstalterin Christliche Initiative Romero ergänzte: "Die Motivation der jungen Generation, die Welt durch mehr Nachhaltigkeit zu verändern ist beeindruckend. Mit ihren Projekten und Ideen für nachhaltiges und gerechtes Zusammenleben sind sie den Erwachsenen dabei oftmals mehrere Schritte voraus."

Der WELTfairÄNDER-Kongress ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Diözesanverband Mainz und des BDKJ Bundesverbands mit der Christlichen-Initiative Romero (CIR). Der Kongress wird im Rahmen des Projekts "I shop fair" von der Europäischen Union gefördert.

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