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Saarbrücker Zeitung: Luftverkehrswirtschaft sieht Fortschritte bei Lärmschutz - BDL-Präsident Siegloch warnt vor weiteren Nachflugverboten

Berlin / Saarbrücken. (ots) - Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, lehnt weitere Nachtflugverbote ab. Nirgendwo in Europa seien die Nachtflugregelungen so streng wie in Deutschland, sagte Siegloch der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwochausgabe). "Ich warne davor, die Flugzeiten noch weiter einzuschränken. Das würde die Wirtschaft weiter beschädigen." Der BDL-Chef berief sich auf aktuelle Daten aus einem anlässlich des Internationalen Tages gegen den Lärm veröffentlichten "Fluglärm-Report" seines Verbandes. Laut der Studie ist es durch eine höhere Auslastung der Maschinen gelungen, das steigende Reiseaufkommen von der Zahl der Starts und Landungen zu entkoppeln. 168 Prozent mehr Passagieren seit 1991 stünden nur 57 Prozent mehr Flugbewegungen gegenüber. Moderne Triebwerke und andere Techniken hätten die Lärmemissionen je Start und Landung zudem verringert. Unter Berufung auf Zahlen des Bundesumweltamtes heißt es, dass tagsüber 738.000 Menschen in Deutschland von Fluglärm betroffen seien, nachts 205.700. Von Autolärm würden hingegen tags mehr als zehn Millionen Menschen erfasst, nachts noch fast sechs Millionen. Subjektiv vom Luftverkehr belästigt fühlten sich nach der Umfrage des Bundesumweltamtes nur noch sechs Prozent der Bürger gegenüber 17 Prozent im Jahr 2002. "Die Maßnahmen für mehr Ruhe kommen an", sagte Siegloch

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