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Saarbrücker Zeitung: Länder wollen gemeinsames Abitur - Gipfelpapier sieht auch verbindliche Sprachtests vor

    Saarbrücken (ots) - Die Länder wollen spätestens 2010 gemeinsame Abiturvorgaben in Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen vorlegen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Mittwochausgabe) berichtet, geht dies aus dem neuesten Entwurf der "Qualifizierungsinitiative" hervor, die auf dem Bildungsgipfel in Dresden von Bund und Ländern beschlossen werden soll und die der Zeitung vorliegt. Demnach sind  ab 2013 auch zentrale Standards für die Abiturprüfungen in den Naturwissenschaften vorgesehen.

    Zugleich planen die Länder in den nächsten zwei Jahren die Einführung von verbindlichen Sprachtests für alle Kinder vor der Einschulung. Bis 2012 soll dem Papier zufolge eine bedarfsgerechte Förderung sichergestellt werden. Bund und Länder verpflichten sich darüber hinaus, angesichts des Ausbaus des Betreuungsangebotes für Kinder unter drei Jahren 80.000 zusätzliche Erzieher zu qualifizieren, verstärkt auch solche mit Migrationshintergrund.

    Überdies planen Bund und Länder laut Zeitung, Meistern, Technikern und Fachwirten den Zugang zu den Universitäten zu erleichtern. Voraussetzung ist ein erfolgreicher Berufsabschluss und eine dreijährige Berufstätigkeit. Wegen der verkürzten Schulzeit und dem gleichzeitigen, späteren Renteneintritt ist zudem vorgesehen, das Angebot der beruflichen Weiterbildung auszubauen. Um Erwerbstätige zu ermuntern, sich fortzubilden, soll eine Bildungsprämie eingeführt werden.

    Laut Zeitung bekunden Bund und Länder in dem Entwurf zwar die Absicht, "ihre Aufwendungen für den Bildungsbereich weiter zu erhöhen". Konkrete Summen werden aber nicht genannt.

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