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Grauduszus: "Endlich das Aus für die elektronische Gesundheitskarte beschließen!"

Erkrath (ots) - "Zu Risiken und Nebenwirkungen" seinen Arzt zu befragen, sei nicht nur fester Bestandteil des täglichen Sprachgebrauchs, sondern auch "jeden Tag millionenfach geübte verantwortungsvolle und nutzbringende Gepflogenheit beim Patienten-Arzt-Kontakt", stellt Martin Grauduszus, Präsident der 'Freien Ärzteschaft' (FÄ), fest und gibt seiner Verwunderung darüber Ausdruck, dass "die Warnung vor den Risiken der elektronischen Gesundheitskarte von einer interessierten Minderheit in der Entscheidungs-Etage von Politik und ärztlicher Körperschaft ignoriert wird."

Die Pilot-Projekte und Test-Reihen im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) seien "kläglich gescheitert", keinem der beteiligten Test-Ärzte in der Region Essen/Bochum habe sich nachweislich der Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte erschlossen und die Ärztekammer Nordrhein habe bereits vor Wochen davon abgeraten, die von den Krankenkassen finanzierten Lesegeräte anzuschaffen, bilanziert Grauduszus: "Deutlich weniger als lediglich zehn Prozent der Kolleginnen und Kollegen in Nordrhein - nämlich nur rund 1200 von 15 000 Praxen - haben den Köder von KVNo und Krankenkassen geschluckt."

Der FÄ-Präsident verweist in diesem Zusammenhang auf weit über 700 000 Unterschriften von Patienten und Versicherten, die sich damit gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wehrten. Dies sei ein ebenso deutliches Signal wie der "leider bislang nicht bekannt gemachte Beschluss des 112. Deutschen Ärztetages in Mainz vom 22. Mai, die elektronische Gesundheitskarte in der bisher vorliegenden Form abzulehnen."

Grauduszus appelliert an die am Freitag (05.06.09) in Düsseldorf tagende Vertreterversammlung der KVNo, dem "offenkundigen Scheitern des Projektes, dem negativen Votum des überwiegenden Teiles der niedergelassenen Ärzteschaft und dem vielfach bekundeten Willen von Patienten und Versicherten endlich Rechnung zu tragen und das Aus für die elektronische Gesundheitskarte in der vorliegenden Form zu beschließen."

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