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Trendforscher Sven Gárbor Jánszky sieht Arbeitswelten vor tief greifendem Wandel: Mitteldeutschland mit guten Ansätzen für Wandel

Magdeburg (ots) - Auch in Sachsen-Anhalt stehen die Arbeits- und Lebenswelten in den kommenden zehn Jahren vor tief greifenden Veränderungen. In fünf Jahren wird ein Punkt erreicht sein, ab dem weniger jüngere Beschäftigte in den Arbeitsmarkt eintreten als ihn ältere verlassen. Diese Lücke sei nur zu schließen, in dem länger gearbeitet wird, sagt Sven Gárbor Jánszky, einer der bedeutendsten deutschen Trendforscher. "Da die Lebenserwartung im gleichen Zeitraum deutlich ansteigt, wird dies dann aber nicht mehr als etwas Schlimmes empfunden", prophezeit der Chef der Leipziger Denk-Fabrik "2bAhead Think!Tank GmbH". Ihr Name heißt so viel wie "Vorn dran sein". Jánszky eilt mit seinen Gedanken tatsächlich weit voraus.

Er fordert, die Gesellschaft müsse sich darauf einstellen, dass 2020 viele Männer und Frauen im heutigen Rentenalter weiter arbeiten wollen. Sie träfen auf einen im Vergleich zu heute stark veränderten Arbeitsmarkt. "2020 wird eine weitgehende Flexibilität der Arbeit vorherrschen. Der Trend zur so genannten Projektwirtschaft wird sich durchgesetzt haben", blickt Jánszky voraus. "Nur noch 30 bis 40 Prozent der Arbeiter und Angestellten werden fest angestellt sein, die Anzahl der Selbstständigen wird sich auf 20 Prozent verdoppeln". Alle Übrigen werden als so genannte Job-Nomaden im Ein- oder Zwei-Jahresrhythmus von Projekt zu Projekt und von Unternehmen zu Unternehmen ziehen. Sie würden das dann jedoch nicht als Nachteil oder aufgezwungene Zeitarbeit ansehen, sondern als eine selbst gewählte Freiheit in der Lebensplanung, erklärt der 37-Jährige.

Seit gut zehn Jahren geht Jánszky der Frage nach "Wie werden wir morgen leben?" Seit neun Jahren versammelt der Trendforscher einmal im Jahr 250 Spitzenmanager aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Gemeinsam entwerfen sie dabei ein Zukunftsszenario der Welt in zehn Jahren und entwickeln Ideen für künftige Geschäftsmodelle. Für Sachsen-Anhalt komme es darauf an, Bedingungen zu schaffen, damit solche Job-Nomaden angezogen werden. Das habe Konsequenzen für viele Branchen.....mehr lesen.

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