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Veranstaltung "Macher und Möglichkeiten" zieht positive Bilanz
20 Jahre nach dem Mauerfall: Langwieriger industrieller Neuaufbau trägt jetzt Früchte

Magdeburg (ots) - "Selbst uns, die wir in der DDR gelebt und gearbeitet haben, wurde erst nach der Wende so richtig bewusst, wie heruntergewirtschaftet Honeckers Staat war. In den Städten zerfielen die Zentren und in den Fabriken wurde auf Verschleiß gefahren. All das ist gut zu wissen, um den Begriff Erfolgsgeschichte für die Zeit seit 1990 nachvollziehen zu können. Und der Aufbau Ost ist eine Erfolgsgeschichte. Wer sich umschaut im Land, hat den Wandel vor Augen." Das sagte Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer auf der Veranstaltung "Macher und Möglichkeiten - Sachsen-Anhalts Wirtschaft von 1989 bis 2009", die heute in Magdeburg stattfand. Das Wirtschafts- und Arbeitsministerium hatte den 20. Jahrestag des Mauerfalls zum Anlass genommen, gleichermaßen zurück und nach vorn zu schauen und eine Plattform für einen Austausch zwischen gestandenen Unternehmerpersönlichkeiten und jungen Menschen in Sachsen-Anhalt zu bieten.

Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff verwies auf den besonders schwierigen Neustart in Sachsen-Anhalts Wirtschaft aufgrund der vorherrschenden Großkombinatsstrukturen. "Der langwierige industrielle Neuaufbau trägt jetzt Früchte. Die traditionellen Industriebranchen Chemie und Maschinenbau nehmen neben der Ernährungsindustrie wieder einen wichtigen Platz in der Wirtschaftsstruktur ein. Daneben entwickeln sich neue und zukunftsträchtige Branchen wie zum Beispiel im Bereich der Erneuerbaren Energien. Sachsen-Anhalt ist ein moderner Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, in dem Unternehmen die besten Bedingungen vorfinden und jungen Menschen eine Perspektive geboten wird."

Im Zentrum der Veranstaltung standen die Themen "Unternehmensentwicklung", "Existenzgründung", "Fachkräftesicherung" und "Medienwirtschaft", die in vier Foren diskutiert wurden. Die Moderation hatte der bekannte Journalist Prof. Ulrich Wickert, Hochschule Magdeburg-Stendal. Böhmer und Haseloff sprachen Grußworte. Geladen waren u. a. auch Dr. Lothar Petermann, Förderanlagen Magdeburg GmbH, Dr. Heike Grimm, Erfurt School of Public Policy, Ilona Wegener und Maik Nasarzewski, Teilnehmer an Meisterkursen, und Heike Wiehle-Timm, Produzentin des Films "Liebe Mauer", dessen Dreharbeiten in Halle als abschließender Höhepunkt in einer exklusiven Vorstellung auf der Veranstaltung gezeigt wurden.

Die positive Entwicklung der Wirtschaft zeigt sich besonders gut in der Industrie. Dort hat sich der Gesamtumsatz bis 2008 im Vergleich zu 1991 nahezu vervierfacht. Rund 130.000 Menschen sind heute in der heimischen Industrie beschäftigt. Im Jahr 2008 wurde in Sachsen-Anhalt ein Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 53,8 Mrd. Euro erwirtschaftet. Damit lag es mehr als zweieinhalbfach so hoch wie 1991.

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