DDV Deutscher Dialogmarketing Verband e.V.

DDV fordert VerbraucherSchutzMinisterKonferenz dringend auf, Thema Datenmissbrauch auf die Agenda zu nehmen

Wiesbaden (ots) - Am 18. und 19. September tagt die VerbraucherSchutzMinisterKonferenz (VSMK) mit den Verbraucherschutzministern und Senatoren des Bundes und der Länder in Berchtesgaden. Aufgrund der aktuellen Diskussion rund um kriminellen Datenmissbrauch und den Vorschlägen verschiedener Politiker zu einer deutlichen Verschärfung des Bundesdatenschutzgesetzes fordert der Deutsche Dialogmarketing Verband DDV, kriminelle Einzelfälle nicht zu Regelfällen zu erklären und uferlos ständig Einschränkungen und Verbote anzustreben. Patrick Tapp, Vizepräsident Public Affairs und Verbraucherdialog im DDV: "Das Thema Datenschutz gehört auf die Tagesordnung der VSMK. Wir fordern die Verbraucherschutzminister auf, bei diesem, alle werbungtreibenden Unternehmen gleichermaßen betreffenden Thema nicht nur über die Wirtschaft, sondern mit der Wirtschaft zu diskutieren." Sein Anliegen hat der DDV gestern in einem Brief an den Vorsitzenden der VSMK formuliert.

Ein Verbot des Handels mit Adressen, bzw. eine Nutzung von Adressen für Werbezwecke ausschließlich mit ausdrücklichem Einverständnis sei kein Mittel, Datenmissbrauch zu bekämpfen, insbesondere, da alle Fälle über die aktuell diskutiert wird, bereits gegen bestehende Verbote verstoßen haben. "Es geht uns deshalb darum, zielführende Maßnahmen mit der VSMK zu diskutieren und zu entwickeln, die auch berücksichtigen, für den Verbraucher die Markttransparenz und die Möglichkeit des Erhalts zielgenauer Informationen zu gewährleisten. Werbung ist ein zentrales Element der Binnenkonjunktur. Es kann nicht sein, dass in Überreaktionen durch kriminelle Machenschaften einzelner sich der Sachverstand auf den Kopf stellt." so Tapp.

Es ist dem DDV ein dringendes Anliegen, der VSMK aufzuzeigen, dass die Geschäftsabläufe nahezu eines jeden Wirtschaftszweiges in Industrie und Handel - beispielsweise Verlage, Versandhandel, Banken, Versicherungen oder Automobil - von der Möglichkeit der Nutzung und Verarbeitung der Adresse abhängen. Der Verband weist in diesem Zusammenhang auf das hohe Werbevolumen der Wirtschaft hin. So haben die Unternehmen dem jüngsten Direktmarketing-Monitor der Deutschen Post zufolge in Deutschland rund 70 Milliarden Euro in Werbung investiert, davon über 32 Milliarden Euro in das Dialogmarketing. Steigende Investitionen in Dialogmarketing beweisen, dass Unternehmen zunehmend auf die zielgenaue Ansprache relevanter Verbraucher setzen. Diese Zielgenauigkeit, so der DDV, verhindere zugleich solche Werbung, die am Verbraucherinteresse vorbei geht und daher unnütz ist und die Ressourcen belastet.

Der Verband rät dringend dazu, statt - so Tapp - "Verbote über Verbote von Verbotenem" zu beschließen, effektive Lösungen zu diskutieren. So hält der DDV die Ausdehnung bestehender Zertifizierungssysteme auf die Wirtschaft für erfolgversprechend. Modell könnte hier z.B. das Instrumentarium sein, das der DDV den Mitgliedsunternehmen seiner Adress-Councils auferlegt. Über ein jährlich auszufüllendes Online-Tool müssen die Unternehmen die Einhaltung des Datenschutzes garantieren, um auf Empfehlung eines externen und neutralen Datenschutz-Beratungsunternehmens ein Siegel-Zertifikat für das aktuelle Kalenderjahr zu bekommen. Tapp: "Wenn es die Verbraucherschutzminister mit dem Verbraucher ernst meinen, diskutieren sie mit allen Beteiligten insbesondere mit der Wirtschaft und reduzieren sich nicht darauf, im eigenen Saft zu kochen und sich gegenseitig an neuen Verbotsideen zu erfreuen." Der Deutsche Dialogmarketing Verband ist der größte nationale Zusammenschluss von Dialogmarketing-Unternehmen in Europa und einer der Spitzenverbände der Kommunikationswirtschaft in Deutschland.

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Nanah Schulze, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit DDV,
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