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WAZ: Stahlpräsident spricht von "Klima-Hysterie"

    Essen (ots) - Vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm hat der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, die Klimapolitik der Großen Koalition scharf kritisiert und vor überzogenen Forderungen an die Industrie gewarnt. "Es gibt eine regelrechte Klima-Hysterie, die uns nicht weiterhilft", sagte Ameling der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagausgabe). Der Stahlpräsident kritisierte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Die Kanzlerin verlangt teilweise zu viel von uns", sagte er. Beispielsweise fordere sie von der Industrie, die Energieproduktivität in den nächsten Jahren zu verdoppeln. Dies sei aber in den modernen deutschen Stahlwerken rein physikalisch nicht mehr möglich. "Das sollte auch die Physikerin Angela Merkel einsehen", sagte Ameling.

    Der Stahlpräsident zeigte sich zugleich enttäuscht von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD). "Gabriel setzt im Wesentlichen das fort, was sein Grüner Amtsvorgänger Trittin begonnen hat. Das ist industriepolitisch bedenklich." Ameling attackierte auch SPD-Chef Kurt Beck. "Der hat einmal öffentlich behauptet, ein Kernkraftwerk sei CO2-intensiver als ein Braunkohlekraftwerk. Wenn man solche irreführenden Falschaussagen hört, kann einem Angst und Bange werden um den Industriestandort Deutschland", kritisierte Ameling.

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