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WAZ: Reisebranche in der Zange - Kommentar von Frank Meßing zum Tourismus

Essen (ots) - Kaum eine Branche ist mit so vielen Klischees behaftet wie die Touristik: Die Deutschen sind Reiseweltmeister und die Umsatzentwicklung kennt nur eine Richtung: steil nach oben. In diesem Jahr könnten die Veranstalter den ersten Dämpfer seit langem erhalten, weil die weltpolitische Lage angespannt ist und die Urlauber ihre Gewohnheiten ändern.

Griechischen Inseln wie Lesbos und Samos brechen die Touristen wegen der Flüchtlingskrise weg, Sonnen-Ziele wie Ägypten und die Türkei leiden unter der Terrorgefahr und das Wetter am Mittelmeer ist in jüngster Vergangenheit längst nicht mehr so stabil wie früher.

Aber nicht nur unsteuerbare globale Einflüsse nehmen die Reisebranche in die Zange. Sie wird auch damit konfrontiert, dass sich die Gewohnheiten ihrer Kunden dramatisch verändern: Der mehrwöchige Haupturlaub im Sommer ist auf dem Rückzug. Dafür fährt man lieber häufiger und kürzer weg - am liebsten auch noch kurzentschlossen. Auf die neuen Entwicklungen werden die Anbieter reagieren müssen, um die Reiselust der Deutschen befriedigen zu können.

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