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WAZ: Was kommt nach der Konferenz? - Kommentar von Matthias Korfmann zum Ruhrgebiet

Essen (ots) - Wir sollten uns davor hüten, diese erste Abgeordnetenkonferenz als "Meilenstein" auf dem Weg des Ruhrgebiets in eine bessere Zukunft zu feiern. Sie ist nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wie sehr mag dieses Treffen die Kanzlerin, die Ministerpräsidentin und ihre Kabinette beeindrucken? Wir ahnen: nicht sehr.

Umgekehrt sollten wir solche Veranstaltungen auch nicht belächeln. Die Idee, Abgeordnete aus drei Parteien zusammenzurufen, damit sie sich zum Wohle ihrer Wahlkreise zusammenraufen, ist nicht übel. Es ist noch nicht lange her, dass in den Rathäusern über das fehlende Engagement mancher Bundestagsabgeordneter für das Ruhrgebiet geschimpft wurde. Nebenbei bemerkt: Es wäre keine Schande gewesen, auch Linke und Liberale einzuladen. Sind ja keine Schmuddelkinder.

Leider weiß niemand so recht, wie es nach dieser Konferenz weitergehen soll. Was wird denn nun aus diesen Forderungen? Wer hat den Auftrag, sie in Berlin und Düsseldorf abzugeben? Wer macht aus der Wunschliste ein Projekt? Wer darf eigentlich für "das Ruhrgebiet" sprechen? Das Revier fängt gerade erst an, sich neu zu (er-)finden.

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